Ich habe 2017 angefangen, mit Produktteams zu arbeiten. Damals war ich überzeugt, dass klare Ziele automatisch zu Erfolg führen. Nach drei gescheiterten Projekten in Folge wurde mir klar, dass ich falsch lag. Die Ziele waren klar, aber niemand wusste wirklich, was sie bedeuteten oder wie man dorthin kam.
Das Problem war nicht die Formulierung. Es war die fehlende Verbindung zwischen dem großen Bild und der täglichen Arbeit. Ein Team hatte das Ziel, "die Nutzerbindung um 20% zu steigern". Klingt eindeutig, oder? Aber nach vier Wochen arbeitete die Hälfte an Features, die nichts damit zu tun hatten.
Seitdem habe ich viel Zeit damit verbracht herauszufinden, warum Teams an ihren Zielen scheitern – auch wenn alle motiviert sind und hart arbeiten. Ich schreibe darüber, weil ich glaube, dass viele dieselben Fehler machen wie ich damals. Nicht aus Unfähigkeit, sondern weil uns niemand beibringt, wie man Ziele so formuliert, dass sie wirklich funktionieren.